Palmströms Log

Fragen?   palmström legt des nachts sein chronometer
um sein lästig ticken nicht zu hören
in ein glas mit opium oder äther
morgens ist die uhr dann ganz „herunter“
ihren geist von neuem zu beschwören
wäscht er sie mit schwarzem mokka munter

"Ich hatte einen Artikel aus einem Magazin bei mir, in dem eine Kaschemme draußen vor der Stadt beschrieben wurde, die sich The Blue Goose nennt. „Ein Laden, in dem es kein Limit gibt. Dope-Händler, die gefüllte Spritze in der Hand, lauern in der Herrentoilette auf Kundschaft. Manchmal kommen sie auch aus der Toilette gerannt und jagen einem die Spritze in dem Arm, ohne lange zu fragen. Homosexuelle gehen hemmungslos in die vollen.“
Die Blue Goose sieht aus wie eine Fernfahrerkneipe aus der Zeit der Prohibition. Ein langgestrecktes, heruntergekommenes einstöckiges Gebäude, überwachsen von Kletterpflanzen, rings herum Wälder und Sümpfe, aus denen das Quaken der Frösche bis zu mir herüber drang. Vor dem Lokal einige geparkte Autos, drinnen ein trübes bläuliches Licht. Ich erinnere mich an eine Raststätte im Mittelwesten, die ich während der Prohibition als junger Mensch anzulaufen pflegte, und an den Geschmack von Gin Rickeys an warmen Sommerabenden. (Ach du lieber Gott! Und der Augustmond am violetten Himmel, und Billy Bradshinkel´s Schwanz. Wie tief kann man nur sinken!)"
Auf der Suche nach Yage – William S. Burroughs
— Vor 3 Monaten mit 2 Anmerkungen
  1. von attraktor gepostet