Palmströms Log

Fragen?   palmström legt des nachts sein chronometer
um sein lästig ticken nicht zu hören
in ein glas mit opium oder äther
morgens ist die uhr dann ganz „herunter“
ihren geist von neuem zu beschwören
wäscht er sie mit schwarzem mokka munter

Die Chefin verzichtet

Genannt sei die Knäkente (Anas querquedula). Der Name dieses Vogels, der wohl seine Lautäußerungen widerspiegelt, fällt mir stets ein, wenn ich eine bestimmte Art von Frauenstimme höre, die in letzter Zeit häufiger geworden zu sein scheint, eine gepresste, ja gequetschte, auf jeden Fall grell und unwarm klingende Stimme, die wahrscheinlich auf den Genuß falscher Vorbilder zurückzuführen ist. Junge Frauen, die, und sei es auch nur insgeheim, so sein möchten wie etwas Heidi Klum, Paris Hilton oder Verona Poth, gelingt es oft in erschreckender Weise, zumindest wie diese zu klingen. Sie sägen ihre Worte regelrecht in die wehrlose Luft. Unter reiferen Damen ist diese stimmliche Disposition seltener anzutreffen, sie scheint sich mit den Jahren wegzuleiern. Ich möchte gewiss niemanden tadeln, nur weil er nicht wie Christian Brückner klingt, möchte auch kein Gender-Süppchen kochen, aber eines ist doch auffällig und daher bedenkenswert: Bei Frauen, die in Wirtschaft und Politik gehobene Positionen einnehmen, findet sich die beschriebene Quetschstimme nie. »»»

— Vor 1 Jahr mit 3 Anmerkungen
#Max Goldt 
  1. bubblewrench hat diesen Eintrag von attraktor gerebloggt
  2. von attraktor gepostet